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Diesmal vergleichen wir anhand von Beispielen Preise und Einkommen von ca. 1000 n. Chr. bis etwa 1500 – ohne den Anspruch, ein komplettes Bild der damaligen Lohn- Preis-Situation zu liefern. Für die folgenden Beispiele muss man wissen, dass ein Pfund 20 Schilling zu je 12 Pfennig ausmachte. Auf einen Pfennig wiederum kamen zwei bis drei Heller. Auf alten Rechnungen findet sich hauptsächlich die Entlohnung für Bauhandwerker. Um 1328 verdiente ein Meister in Bamberg im Taglohn 22 Heller im Sommer und 18 Heller im Winter, ein Geselle 16 bzw. 14 Heller und ein Handlanger 10 bzw. 8 Heller. Unmittelbare Preisvergleiche für diesen Zeitraum liegen uns nicht vor. Man geht aber davon aus, dass sich aufgrund der stabilen Pfennigwährung die Löhne gegenüber früherer Zeit kaum verändert haben. Deshalb sollen hier Preise aus der Karolingerzeit (750–1055) herangezogen werden: Das Huhn am Sonntag kostete einen halben Pfennig. Für einen Pfennig bekam man die Riesenmenge von 30 Pfund Roggenbrot. Ein einjähriges Rind war für 12 Pfennig zu haben, also für einen Schilling.
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Ein schöner fetter Ochse kostete 5 Schilling. Kleidung war nicht billig. Für ein Stück Leinenzeug – wie groß auch immer das war – musste man 10 Schilling hinlegen. Ein Pferd hatte den stolzen Preis von 13 Schilling oder 156 Pfennig. Der „kleine Mann“, der sich aufs „hohe Ross“ schwingen wollte, durfte also lange Zeit Pfennig um Pfennig zurücklegen – so ähnlich eben, wie man heute aufs Auto spart. Wie die Preise von 1226 bis 1545 stiegen, sehen Sie an diesen Angaben aus Schleswig-Holstein: 100 kg Roggen von 3 auf 15 Schilling, 100 kg Hafer von 21/2 auf 9 Schilling, 20 Eier von 1,3 auf 5 Schilling, 470 g Butter von 2 auf 8 Schilling. Für das Huhn im Kochtopf musste man 1545 allerdings nur 1 Schilling mehr ausgeben als am Beginn des Vergleichzeitraums. Es kostete jetzt 6 statt 5 Schilling. Die Preise für eine Kuh und ein Schwein stiegen jedoch von 13 auf 41 Schilling bzw. von 5 auf 19 Schilling.* Dass das Lohnniveau auch in der Folge relativ stabil blieb, zeigen die folgenden Angaben aus Basel um 1500: Ein Taglöhner erhielt für das Verteilen von Mist 14 Pfennig, der Taglohn einer Frau beim Jäten betrug 12 Pfennig.
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Für 41/2 Pfennig bekam man damals in Basel 1 Pfund Rind- oder Schweinefleisch. 100 Heringe kosteten 17
Schilling. Und wie sah es im Gebiet des heutigen Österreich aus? Aus der Zeit um 1160 bis 1170 stammt ein Münzfund aus dem Jahr 1934 in Allentsteig. Er umfasst 2.346 Kremser Pfennige, 619 Fischauer Pfennige und 8 Regensburger Pfennige und entsprach 2 Kilo Feinsilber. Im Mittelalter hätte ein Finder „viel Schwein“ ehabt, enn damit ließen sich 100 Schweine kaufen. Heute brächte der Silberwert aber höchstens 10 Schweine. Zum Schluss ein klares Beispiel dafür, dass die Geldbezeichnung nicht viel, sondern der Geldwert alles aussagt. Bei der Mark denken wir zunächst einmal an die jüngst vergangene D-Mark. 1304 wurde die Hälfte der Trendelburg in Hessen um 450 Mark verpfändet. Natürlich war diese Mark etwas ganz anderes als die bundesrepublikanische DM, nämlich ein Münzgewicht von 233 g reinem Silber. Es wäre ja auch zu schön, könnte man eine ganze Burg um 900 DM bzw. heute um ca. 450 Euro erwerben. Das nächste Mal bleiben wir mit unseren Preis-Lohn-Vergleichen noch im Mittelalter und gehen dann über zur Neuzeit.
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